Alltagstest – Olympus SZ30 MR – Megazoom Kamera

Alltagstest – Olympus SZ30 MR – Megazoom Kamera

18. Oktober 2012 4 Von Chrissi K.
Geschätzte Lesezeit: 15 minutes

Wir möchten hier eine Kamera vorstellen die mit einem mehr als gerechtfertigten Preis/Leistungsverhältnis für das verbaute Gesamtpaket aufwarten kann und obendrein noch mit einem absolut ansprechenden und edlen Retro-Design besticht.

Für einen adequaten Testbericht muss das neueste Objekt der Begierde mit hinaus in den Alltag um auf Herz und Nieren geprüft zu werden.

Wer kennt in der Fotografie nicht die Situation in der man keine unhandlich große Spiegelreflex-, oder Semi-Profi-Kamera mit rumschleppen möchte, aber auch nicht unbedingt mit dem Handy mal eben schnell fotografieren will, auch wenn diese mittlerweile einiges zu bieten haben?

Durch Zufall entdeckte ich die Olympus SZ-30MR, die mir aufgrund ihres Designs und der kompakten Bauweise sowie ihren technischen Finessen auffiel. Das Datenblatt versprach viel, nur… wer möchte schon die Katze im Sack kaufen? Da ich Christine K. nirgendwo einen für mich interessanten Testbericht fand, kam mir die glorreiche Idee mit smartcamnews.eu  in Kontakt zu treten für die ich schon die Olympus  TG 820 testen durfte.

 

UNBOXING – Olympus setzt auf leichte Pocketkameras

Die Freude und Neugier auf das Gerät welches ich zu einem Schnäppchenpreis von € 200,– erstanden hatte war so groß, dass mir das Auspacken schon fast zu lange dauerte. Und was für eine Überraschung als mein neuestes Spielzeug endlich aus der Schachtel war, – die SZ30 MR ist so leicht, dass man fast vergisst etwas in den Händen zu halten und dabei liegt sie so gut in der Hand, dass man gar nicht anders kann als sofort einzuschalten und auf Erkundungstour zu gehen um die Möglichkeiten des 3D-, Full HD-fähigen, 24 Zoom, Weitwinkel-Pocket-Allroundstars herauszufinden…

 

DISPLAY, HANDLING, AUSDAUER

Das Display hat eine Größe von 3″ und eine Auflösung von 460.000 Pixeln.

 

Die Bedienelemente sind in einer logischen Weise platziert, sodass man diese beim Halten und Fokussieren leicht mit Daumen und Zeigefinger erwischen und bedienen kann. Die verschiedenen Kamerafunktionen sind per Drehrad auf dem oberen Gehäuse zu finden, genauso wie der Zoom und der Knopf zum Ein- und Ausschalten.

Wie alle Kameras kann man diese per Kabel laden oder Akkus verwenden. Bei einer 9 stündigen Bergtour kam ich locker mit einem Akku durch, macht man eine Sightseeing-Tour benötigt man mit Sicherheit einen Ersatzakku. Ausschlaggebend für die Ausdauer des Gerätes sind bekanntlich die Kriterien ob man hauptsächlich filmt oder oft mit Blitz fotografiert  oder den Bildstabilisator auf maximalem Zoom fordert. Neben dem Akku-Slot welchen man am Boden der Kamera findet, kann man ebenfalls die SD-Speicherkarte platzieren. Trotz geöffnetem Akkudeckels ist ein herausfallen des Akkus und der Speicherkarte nicht möglich, da diese mit einer Wipp/Tipp-Sicherung versehen sind. Auf der linken Seite unter einer Kunststoffabdeckung, verstecken sich der Ladestecker sowie der HDMI-Ausgang.

Im Menü kann man sich sein Spielzeug natürlich wie bei allen Kameras nach seinem persönlichen Geschmack personalisieren. Es ist einfach und strukturiert aufgebaut und ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kinderleicht zu bedienen. Bei der Bildgröße kann man sich zwischen 16, 8, 5, 3 und 1MP jeweils im 4:3 Format entscheiden, ebenso fotografiert diese Kamera auch im typischen 16:9 L Format, mit einer maximalen Auflösung des Bildsensors mit 12 Millionen Pixel sowie eine Auflösung von 1920×1080 bei 16:9S Format fotografieren, dies entspricht immerhin noch HD. Ebenso an Bord ist die gute alte 640×480 VGA Auflösung. Der ISO Wert reicht von Auto bis Manuell 100 – 3200, die Verschlusszeiten können von 1/4 – 1/1700 s /  und 4 s  im Nachtmodus vorgegeben werden, der Seriebildmodus reicht von stolzen 70 Bildern/Sekunde bei 5 Millionen Pixeln bis zu 7 Bildern/Sekunde bei maximaler 16 MP Auflösung.

 

24fach-Super-Zoom

Der 24fach-Zoom zeigt seine Höchstleistungen bei gutem Licht und reicht von Blende F1:3.0 bis 6.9.und einem Zoombereich von 25 – 600 mm. Wer hier kein Licht am Ende des Tunnels erahnt dem sei gesagt, im Innenraum Blitz ausklappen und der intelligente Bildprozessor errechnet sich daraus die richtige Belichtung. In freier Natur gelingen wohl immer sehr gute Aufnahmen trotz Freihandfotografie. Ein Überblitzen und rote Augen beim Portrait sind dank dem iAuto-System schier unmöglich.

Der Bildstabilisator könnte den Bediener eventuell stören da er recht gut zu hören ist, aber keinen Einfluss auf die Qualität hat, jedoch einen bewusst werden lässt, was die Kamera an Leistung bringt.

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Die verschiedenen Aufnahme Funktionen

Mit der iAuto Funktion und dem neuen Bild-Prozessor TruePic III+ lässt es sich natürlich am leichtesten fotografieren. Sollte man den Blitz zusätzlich benötigen, drückt man den kleinen Auslöser neben dem Zoom und schon klappt der diskret verbaute Blitz aus dem Gehäuse. Das Herausragendste das ich dabei entdeckte ist wohl die Video-Aufnahme bei der man gleichzeitig Fotos machen kann.

So hat man 2 in 1 – eine Erinnerung im Video-, und Fotoformat. Dabei ist eine maximale Aufnahmedauer von 29 Minuten in Full HD 1080p möglich und parallel 10 Fotos mit einer maximalen Größe von 16 MP als Zusatz.

YouTube Preview Image

Die SCN-Funktion hat viele Features zu bieten, hier beschränkt sich Olympus jedoch auf die wesentlichsten Elemente wie u.a. Portrait, Beauty (diese kennen wir auch von der Outdoorkamera TG820), Landschaft, Sport, Sand und Schnee, Makro sowie Tiermodi Hund und Katze. Das i-Tüpfelchen fehlt hier leider – die HDR-Funktion.

Endlich überzeugt auch die Panoramafunktion  – es gibt so gut wie keine Schnittfehler mehr mit der automatischen Aufnahme. Man kann zwischen einem 180° Standardbild und einem 360° Rundum-Blick wählen. Wer jedoch ein Liebhaber der manuellen Aufnahme ist, wird bei dieser herausragenden Kamera ebenso fündig werden. Es gibt sogar eine PC-Funktion bei der die Kamera Bilder aufnimmt, um später am PC Panoramabilder zu erzeugen. Nach ein kurzen Übungsphase gelingen einem wirklich exzellente Panoramabilder.

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Möglich ist es auch die kreative Ader des Fotografen mit den Magic Filtern heraus zu fordern. Für den Einen eine reine Spielerei, für den Anderen ein netter Zusatz um sich so richtig austoben zu können und mal nicht nur 0-8-15 zu fotografieren.

Unter den Funkrionen befinden sich z.B. PopArt, die Lochkamera, Fish Eye und mehr…

Mit  MR (Multi Recording) nimmt die Kamera zwei Fotos oder Videos in unterschiedlicher Größe auf und speichert diese gleichzeitig. Z.B. 16MP zu VGA oder HD zu x640er.

Weiters gibt es auch noch die automatische Videoaufnahme vor und nach der Aufnahme eines Bildes. Damit wird 3, 5 oder 7 Sekunden vor und oder nach dem Auslösen ein kurzes Video zusätzlich gedreht.  Einen dreh weiter auf dem Funktionsrädchen lässt einen die Kamera manuell steuern. Die 3D-Funktion – hierzu kann ich leider nicht viel sagen da ich keine 3D Brille besitze – sollte dieses Thema in naher Zukunft wegen TV etc noch groß geschrieben werden, macht es sicher Spaß auch diese Fotografievariante weiter auszutesten.

 

FAZIT

Eine wunderschöne Kamera die mit ihrem tollen Retro-Design besticht, durch den Griff sehr gut in der Hand liegt und dazu noch federleicht ist. Die Chrom-Optik wirkt edel und hochwertig, die große Linse beeindruckt, ein diskret eingebauter, ausklappbarer Blitz ist sympathisch und die Bedienelemente sind gut platziert. Sie ist eine Spur zu Groß als dass man sie eine Pocket-Kamera nennen könnte denn in eine standard Hosentasche passt sie definitiv nicht.                  Da „Mann“ heute jedoch auch „Handtasche“ trägt, sollte die Beförderung kein Thema sein und sollte daher nicht fehlen.

Die Bildqualität überzeugt, genauso wie die Farbtreue, ebenso Top ist der Weitwinkel, der Zoom ist ein Wahnsinn, und dank des Bildstabilisators werden die Bilder sogar scharf trotz zittriger Hände. Wer die Olympus Outdoor-Kameras kennt, weiß automatisch mit der Bedienung der SZ-30 MR umzugehen. Das Preis-Leistungsverhältnis sollte jeden aufhorchen lassen – NUR zwischen € 200,– und 270,– legt man auf den Tresen! Die Olympus SZ 30  ist die perfekte Reise und Wanderkamera.

Wer das neueste Gadget haben möchte, für den gibt es mittlerweile die Olympus SZ-31 MR die mit einer Displayauflösung von 920.000 Pixeln und einer Touchscreenfunktion aufwartet, alle weiteren Funktionen sind dieselben wie bei der SZ-30 MR.

 

Das technische Datenblatt zur Olympus SZ30 MR kann hier gerne Nachgelesen werden.

 

Quelle:  Olympus Österreich

 

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