SONOS – Das Wireless Hifi System im Alltagstest

SONOS – Das Wireless Hifi System im Alltagstest

6. Dezember 2012 8 Von Lassito
Geschätzte Lesezeit: 17 minutes

Wenn das Auspacken der Hifi Anlage das Schwierigste bei der Installation ist, ja dann reden wir über die SONOS Hifi Anlage. Genau diese, Play:3, haben wir im Alltag getestet und zeigen euch nun was sie kann.

Ihr habt richtig gelesen. Das Auspacken war die schwierigste Arbeit. Man soll mich jetzt nicht falsch verstehen. Es war gut eingepackt aber nicht schwer auszupacken. Die Installation der SONOS Komponenten ging aber noch leichter von der Hand sprich schon fast Plug&Play. Warum das so ist sag ich euch jetzt.

 

KONZEPT:

Der Firma SONOS ist es ein Anliegen möglichst einfach Musik zu streamen ohne lang Kabel zu verlegen oder aufwendige Installationsprozesse zu durchschreiten. Genau das ist mit diesem Multiroomsystem gelungen. Ich würde sogar sagen, dass SONOS um einiges besser ist als AirPlay von Apple.

UNBOXING:

Ich habe mich für das Weihnachtsangebot von SONOS für € 299,- entschieden welches den Lautsprecher Play:3 sowie die Bridge enthält. Ein weiteres Zuckerl ist die Draufgabe von 6 Monaten gratis Streaming über den Musikdienst JUKE, über den wir im Test genauso berichten werden. Eigentlich kostet der Play:3 schon € 299,- doch gibts wie gesagt die Bridge derzeit gratis dazu. Wie ich finde super denn so muss man den Lautsprecher nicht unbedingt mit dem Netzwerk verbinden. Doch dazu mehr unter Punkt „Installation“.

Das Ganze umfasst somit 2 Pakete in welchen der Lautsprecher sowie die Bridge verpackt sind. Beide sogleich ausgepackt befinden sich in jedem Paket eine Installations-CD sowie eine Anleitung in mehreren Sprachen um die Installation zu erleichtern. Meiner Meinung nach gar nicht notwendig. Auch dabei ist natürlich ein Netzteil für die Bridge, ein Netzkabel für den Lautsprecher sowie ein LAN-Kabel für den Router. Eine Anleitung zur Freischaltung von Juke habe ich von unserem örtlichen Media Markt ebenso mitbekommen. So ist mir die Freischaltung erleichtert worden.

 

INSTALLATION:

Hier kommen wir zum einfachsten Teil des Ganzen. Wie schon anfangs erwähnt hatte ich mehr Schwierigkeiten beim Auspacken als bei der Installation der Komponenten. Gott sei Dank hat SONOS derzeit diese Aktion laufen, die man noch bis 31.12. einlösen kann, denn so bekommt man die Bridge gratis dazu. Diese dient nicht zur Wiedergabe von Musik sondern nur um Still und Leise die weiteren Komponenten drahtlos in System mit einzubinden bzw. eine Verbindung zum Router herzustellen.

Und das läuft sehr, sehr einfach. Die Bridge mit dem LAN-Kabel an den Router gestöpselt und das Netzteil in die Steckdose gesteckt. Dann am Smartphone (Android und iOS) die Sonos Control App herunterladen und das System einrichten. Ein Knopfdruck auf die Bridge und schon wird das Teil erkannt. Gleiches gilt für den Lautsprecher Play:3. Angesteckt, also mit Strom versorgt und die Lautertaste sowie die Mute-Taste gleichzeitig gedrückt, vom System erkannt und schon kann´s los gehen.

Als nächster Schritt folg die Auswahl eines Radiosenders im App. Und was wird hierfür wohl für ein Dienst verwendet als TuneIn. Schnell irgendeinen Radiosender ausgewählt und schon erklingt aus dem Lautsprecher wie aus Zauberhand Musik. Wer jetzt meint, dass der Klang schlecht ist irrt sich total. Meine Ohren sind durch die Homekinoanlage von Bose sehr verwöhnt doch können sie nichts schlecht klingendes wahrnehmen. Auch nicht wenn man mal ganz laut aufdreht. Kurz gesagt der Klang ist gewaltig wenn man bedenkt dass es sich nur um eine Box handelt.

Natürlich ist diese einzelne Box erweiterbar. Anscheinend kann das System bis zu 70 Boxen drahtlos stemmen. Auch der Betrieb im Stereomodus mit z.B. 2 Play:3 Boxen ist möglich. Blöderweise kostet eine Play:3 € 299,- weshalb ich derzeit nur eine besitze. Eine zweite Box wird aber sicher nicht lange auf sich warten lassen denn auch mein Badezimmer will beschallt werden.

 

SYSTEM:

Wie schon erwähnt hängt die Bridge direkt am Router und sorgt für das Streaming. Hat man diese Bridge nicht ist es notwendig den Lautsprecher Play:3 oder dessen größeren Bruder Play:5 an das Netzwerk zu stöpseln. Deshalb haben auch die Lautsprecher LAN-Anschlüsse. Wir gehen aber von meiner Installation aus.

Der Lautsprecher selbst hat 3 Töner deshalb auch der Name, Play:3. Genau genommen sind es 2 Mitteltieftöner sowie ein Hochtöner. Der große Bruder hat 5 Töner deshalb auch Play:5 und klingt ein wenig satter vorallem im Bassbereich. Klanglich gesehen leistet sich der Play:3 keine Fehler. Seine Leistung kann per Equalizer etwas angehoben werden. Ob leise Musik oder voll aufgedreht, ein klirren, wie man so schön sagt, konnte ich nicht hören. Auch stört mich persönlich der monoklang dieser Box nicht. Etwas näher an die Wand gestellt klingen auch tiefe Töne, ich meine den Bass, etwas satter. Hier sei angeführt, dass das System auch noch um einen eigenen Subwoofer erweitert werden kann der ebenfalls drahtlos eingebunden wird aber satte € 699,- kostet.

Um den Lautsprecher in Kästen verschwinden lassen zu können kann man ihn auch horizontal aufstellen. In der Box befindet sich ein Sensor der die Lage erkennt und den Klang anpasst. Wirklich was aufgefallen ist mir nicht.

Verbindungsabbrüche während dem Streaming hat es nie gegeben. Die Bridge arbeitet zuverlässig doch auch mein Glasfaseranschluss zu Hause mit konstanten 30Mbit passt dazu.

Ein weiterer Punkt der gut gefällt ist, dass man, sollte man mehrere Lautsprecher dieses Systems zur Verfügung haben in den jeweiligen Zimmern getrennte Sender hören kann bzw. jede Box einzeln ansteuerbar ist.

Wie oft kommt es vor, dass meine Frau ihren Lieblingsradiosender, VivaFM hören will und ich lieber Musik von z.B. Kronehit. Genau hierfür ist Sonos gedacht. Meine Frau kann somit beim Baden ihre Love Songs und ich im Wohnzimmer hören was immer ich will. Dazu sei noch gesagt. Hat sie ihr iPhone mit im Bad kann sie sich dort noch selbst aussuchen was sie hören will und ich steuere im Wohnzimmer meine Songs. Kurz und einfach gesagt: „Alles ist völlig durchdacht und gut umgesetzt“.

Man kann auch Lautsprechergruppen bilden. Da ich nur eine Box habe heißt die Gruppe „Wohnzimmer“. Hat man eine zweite Box auf der Terrasse kann man diese Box wieder einer eigenen Gruppe zuteilen und dann auch eigens mit Musik bestücken. Was man zusammenfasst ist jedem selbst überlassen und kann immer wieder geändert werden. Ihr erkennt, es ist fast alles möglich außer das Einspeisen von fremden Quellen wie Lieder des Smartphones per Klinke. Dies funktioniert erst mit der Play:5 die einen eigenen Audio Eingang hat. Ein Internetanschluss ist somit vorerst unerlässlich außer man bedient sich eines NAS-Servers auf dem die Musik liegt.

BEDIENUNG:

Wie schon erwähnt geschieht die Bedienung per PC, per Smartphone oder Tablet. Für die Systeme Windows, Mac, iOS und Android gibt es das SONOS App zum Downloaden. Auf allen Systemen habe ich die App probiert und muss sagen, es funkt absolut spitze. Es gibt nichts daran auszusetzen.

Die App ist am Tablet in 3 Abschnitte unterteilt. Ganz links kann man die jeweilige Box, sprich Lautsprecher, wählen. In der Mitte werden die abgespielten Titel oder der Radiosender angezeigt und rechts kann man die Quelle zur Wiedergabe auswählen.

Eine Quelle ausgesucht mit dem Finger angetippt und in die Mitte gezogen und schon wird das Wunschprogramm abgespielt. Durch das Paket konnte ich einen gratis Account bei Juke ergattern und spiele mich derzeit mit diesem. Wow, ich bin überrascht. Dieser Streamingdienst überzeugt mich voll und ganz. Die Qualität der Songs ist erste Sahne und auch finden konnte ich bis dato alles. Alle Genres, Neuheiten, Interpreten waren zu finden und anspielbar. Doch auch TuneIn hat´s bekanntlich in sich. Warum sonst ist dieses App fast auf jedem Smartphone?

Während ich diesen Bericht schreibe bekam ich von Sonos ein Mail indem bekannt gegeben wurde, dass man ab nun auch vom iPhone, iPod oder iPad direkt seinen Songs streamen kann ohne dass das Gerät in dem eigenen Dock steckt. Funktioniert hervorragend muss ich sagen! Danke Sonos für den super Support.

Smartphone App, Android

Natürlich sind mit diesen zwei Diensten die Quellen nich zu Ende. Dienste wie Deezer, Spotify, Aupeo aber auch die eigene Musikbibliothek welche am PC oder NAS Server liegt kann eingebunden werden. Natürlich ist Sonos auch immer daran alle neuen Dienste mit ins System einzubinden. Die Auswahlmöglichkeit soll ja nicht eingeschränkt sein zumal man doch einen satten Verkaufspreis aufweist.

 

 

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FAZIT:

Ich bin absolut überzeugt von dem tollen System. Ich bereue es in keinster Weise 299 Euro dafür bezahlt zu haben. Noch nie war Musikhören für mich so einfach wie mit dem SONOS Hifi System. 3 Knöpfe gedrückt und es erklang fantastischer Sound aus dem tadellos klingenden Lautsprecher. Auch das Bedienkonzept ist kinderleicht sodass ich es auch meiner Oma zutraue ihre gewünschte Musik wiederzugeben. Scherzhafterweise könnte es nur an einem zu kleinen Display des Smartphones scheitern.

Ein weiteres Highlight ist die fast grenzenlose Möglichkeit das System mit angeblich bis zu 70 Boxen zu erweitern. Auch dass man jede Box eigens mit unterschiedlichen Titeln beschallen kann zeugt von hohem Potential das dieses System hat. Die anfänglich installierte Software unterstütz einen bei der Einrichtung sodass diese mit Ruhe und Geduld ohne weiteres zu bewerkstelligen ist.

Sonos hat mit diesem Multiroomsystem einen ganz einfachen Weg geschaffen Räume zu beschallen und die Bedienung dabei „kinderleicht“ zu halten. Auch bei der Qualität hat man nicht gepatzt.

 

Diejenigen die nach einer einfachen und kabellosen Lösung gesucht haben sind hier richtig aufgehoben. Das System ist einzigartig, formschön, leicht zu bedienen und überzeugt mit Klang.

 

Von 100 Punkten würde ich persönlich 90 Punkte geben und möchte mein Play:3 System nicht mehr missen.

 

Quelle: son0s
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