Alltagstest des Panasonic HXD3W On Ear Kopfhörers

Alltagstest des Panasonic HXD3W On Ear Kopfhörers

30. April 2013 1 Von Lassito
Geschätzte Lesezeit: 14 minutes

Der letzte im Bunde der von mir getesteten On – Over Ear Kopfhörer ist der Panasonic HXD3W. Dieser ist als letzter eingetroffen und hatte somit das schwerste Los da die Anderen schon einiges vorgelegt hatten. Ob er die Konkurrenz aussticht oder überhaupt mithält lest ihr gleich.

Nach 8 getesteten Kopfhörern im Preisbereich zwischen 20 – 150 Euro folgte nun der letzte in diesem Vergleich. Dadurch hatte es der Panasonic auch besonders schwer denn die Anderen konnten mich teilweise schon vom Klang überzeugen. Betrachtet man das Design des HXD3W so könnte er auf Anhieb gewinnen (natürlich Geschmackssache). Gehts um den Klang so will ich euch nicht länger auf die Folter spannen.

Was bisher in dieser Testreihe geschah:

  1. Sony MDR-XB800
  2. Marshall Major
  3. Urbanista Los Angeles und Copenhagen
  4. Koss Porta Pro
  5. Philips SHL3000

 

EINLEITUNG:

Panasonic war mir persönlich als Kopfhörerhersteller selbst kein Begriff. Ich kannte das Unternehmen zwar schon und wusste dass es absolut super Fernseher baut aber dass man im Kopfhörersegment so gut aufgestellt ist war mir neu. Als ich dann noch den HXD3W sah wusste ich, dass man bei Panasonic vieles richtig macht.

 

UNBOXING:

Der Panasonic ist in einer durchsichtigen Plastikverpackung untergebracht, ähnlich einer Barbie Puppe. Das Auspacken hat sich als sehr mühsam dargestellt da ich jemand bin der die Verpackungen seiner Elektrogeräte aufbehält. Deshalb versuche ich nichts kaputt zu machen. Das war aber sehr schwer. Irgendwie schaffte ich es doch den Panasonic aus der Gefangenschaft zu befreien und ihn mir ans Ohr zu legen.

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Vom Design her und die gelieferte Farbe sind der Kracher. Damit kann man Preise abräumen. Meine Frau meinte auch, dass dieser besonders schön sei und ihr viel besser passen würde als mir. Doch auch ich finde die verwendete Farbe, beige, mit den verwendeten Materialien, Plastik und Silikon, sehr anschaulich. Der Bügel und die Ohrpolster sind farblich eine Einheit die außenseitig an den Ohrmuscheln duch silbefarbenes Plastik unterbrochen wird jedoch sehr edel und hochwertig aussieht.

Ein Highlight sind die Ohrpolster denn diese sind nicht wie vielleicht vermutet aus Leder sondern aus Silikon geformt. Zuerst hat man bedenken ob dies gut geht aber dann ans Ohr gelegt kann man nicht genug bekommen. Echt toll wie gut Silikon zur menschlichen Haut passt.

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Als weitere Zugabe fand ich noch einen Adapter für Nokia Telefone. Hab selbst keines und konnte es deshalb nicht testen so auch dieser wieder in der Verpackung verschwand.

Gut finde ich auch, dass man mit dem schönen Teil auch Telefonieren kann. Dazu hat man am Kabel einen Adapter angebracht der Mikro und Annahmestelle in einem ist.

 

AUFBAU und TRAGEKOMFORT:

Ich hab sie schon erwähnt und muss sie gleich nochmal erwähnen, die Ohrpolster. Ja die Ohrpolster aus Silikon haben es mir nach dem Auspacken nicht unbedingt angetan. Ich stellte mir die Frage ob das gut gehen kann bzw. überhaupt fein auf der Haut sei. Ich wurde eines Besseren belehrt. Silikon passt sehr gut zur Haut. Nichts reibt, ist sehr elastisch und fühlt sich so gut an. Hätten wir jetzt einen Gefühlsblog könnte ich euch das Gefühl rüberbringen. Es ist sehr gut. Druck auf die Ohren, absolut Fehlanzeige. Auch am Kopfbügel ist nochmals ein Silikonblock angebracht der für Tragekomfort sorgt. Sieht man den Kopfhörer genauer an erinnert er stark an alte Zeiten. Die Ohrmuscheln sehen aus als wie die alten Telefonhörer zu Zeiten als es noch Wählscheiben gab, grenzgenial.

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Einstellen lässt sich der Pansonic auch super. Die Größe dürfte jedem Kopf passen. Auch das Gewicht geht absolut in Ordnung und trägt nicht auf. Nach 2,5 Stunden dauertragens keine Anzeichen einer Halsmuskelanstrengung. Er ist wirklich leicht und sitzt sehr gut.

Etwas das mich persönlich ein wenig stört ist, dass man das Anschlusskabel beidseitig führt und nicht einseitig. Dadurch geht der Komfort ein wenig verloren finde ich. Vermutlich wird dies aufgrund der Bauweise einfach nicht möglich gewesen sein.

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Am Anschlusskabel aus Plastik, das ein wenig den Schall überträgt, ist ein Mikrofon und die Annahmetaste angebracht. Beides funkt zum Telefonieren wirklich gut und ist als Pluspunkt anzusehen.

Verarbeitungstechnisch ist er am Puls der Zeit. Nichts weist daraufhin dass der nur ein halbes Jahr hält. Man wird lange Spaß damit haben.

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Gut getan hätte man wenn er zusammenfaltbar wäre. Flexibilität ist ein wichtiges Kaufargument das die Jugend von heute als wichtig erachtet. Aber auch so tut dies nichts Schlechtes zum Design.

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SPEZIFIKATION:

Wandler 30 mm

Impedanz 32 Ohm / 1KHz

Empfindlichkeit 120 dB / mW

Belastbarkeit 1.000 mW

Frequenzgang 10 – 25 kHz

Kabellänge 1,2 m

Stecker 3,5 mm Stereo-Mini, Nickel

Magnet Neodym

Die Specs lesen sich im Grunde genommen ziemlich gleich wie bei den bereits getesteten. Der Frequenzgang von 10-25kHz ist aber etwas besser als so manch anderer aufweist und verspricht Freude.

 

KLANGBILD:

Ein Wandler mit 30mm kann der was? Ja kann er. Im Beispiel des HXD3W sogar wirklich viel. Ich hatte mir gedacht, dass er die getesteten 40mm Treiber nicht packen wird aber in den Mitten und Höhen spielt der Panasonic auf als wäre er in den Krieg gezogen. Vor allem die Mitten hatten mir sehr gut gefallen.

Deutlich getrennte Frequenzen sauber dargestellt und nicht verwaschen gibt der On Ear das wieder was ich hören will, nämlich schöne Geigenklänge die ihn schon etwas fordern aber gemeistert werden. Die tiefen Frequenzen gibt er auch sauber wieder doch fehlt es gegenüber den Konkurrenten an Bums. Alles kann man einfach nicht haben bedenkt man den Preis von ca. € 60.

Im Heavy Metal Genre klingt er auch sehr sauber denn auch dort ist mit Gitarrenklang so einiges in der goldenen Mitte gefragt. Die Höhen nicht zu prägnant und die Tiefen nicht zu wenig. Hier passt er sich absolut gut an und könnte sogar dafür gemacht sein.

Gehts um die Abschirmung der Außengeräusche muss ich sagen das Silikon tut seine Sache gut. Sicher hört man noch ein wenig das was um einen herum passiert aber konzentrieren kann man sich auf die Musik allemal.

Zum Test herangezogen wieder einmal die Songs die derzeit mein Leben begleiten:

  • Some Chords – deadmau5
  • Klavierkonzert Nr. 2, B-Dur, 19 op. Adagio – Das große Klassik Orchester
  • Relentless – Sepultura
  • Ich schieß dich auch den Mond – Andrea Berg
  • Romeo und Julia – Ursprung Buam
  • Let´s get married – Jagged Edge
  • Leichte Kavallarie – Wiener Philharmoniker
  • Rest of my Life – Ludacris

 

FAZIT:

Designtechnisch ist der Panasonic On Ear genau das was ich suche. Die Materialien richtig gewählt und absolut gut verbaut zeigt Panasonic was man kann. Silikon als Ohrpolster ein Tipp für die anderen Hersteller. Danke Panasonic für die tollen Ohrschmeichler.

Klanglich gesehen enttäuscht der HXD3W absolut nicht. Im Bereich von Heavy Metal und Rock fühlt er sich zu Hause und spielt die richtigen Karten aus. Diejenigen die nicht unbedingt was basslastiges suchen und mehr auf Mitten und Höhen stehen könnten mit dem Panasonic das finden was sie suchen.

Auch vom Preis her ist der Panasonic top. Diesen Preis kann mal allemal bezahlen denn nicht nur der Klang sonder auch das Design gehören belohnt. Ein Pluspunkt ist die Telefonfunktion die eventuell um eine Fernbedienung zum Titel weiterschalten erweitert werden hätte sollen.

Im Großen und Ganzen ein super Kopfhörer der seinen Platz im Kopfhörerland gefunden hat und sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.

 

Pro:

*Design

*Ohrpolster aus Silikon

*Telefonfunktion

 

Contra:

*beidseitig geführtes Anschlusskabel

Quelle: Panasonic
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