Sony SmartWatch 3 im Alltagstest

Sony SmartWatch 3 im Alltagstest

20. März 2015 0 Von Christian Feldkirchner
Geschätzte Lesezeit: 13 minutes

Einleitung:

Schon die SmartWatch 2 von Sony konnte uns voll und ganz überzeugen. Allein das Design war der pure Wahnsinn. Kann die nächste Generation der SmartWatch aus dem Hause Sony hier mithalten oder bleibt die SmartWatch 2 ungeschlagen? Dann machen wir uns mal ans Auspacken…

Unboxing:

Sonytypisch kommt die SmartWatch in einer kleinen, quadratischen Plastikschachtel. Mitgeliefert wird nicht viel, lediglich Die Uhr selbst, ein Aufladekabel mit einer gewaltigen Länge von 5 Zentimetern und jede Menge Lektüre, welche die Handhabung der SmartWatch erläutern soll.

Als Erstes nach dem Auspacken fällt natürlich das Gewicht der SmartWatch auf, welches mit rund 45 g mehr als halb so schwer ist, wie die SmartWatch 2. Kurz noch vorweg die Anmerkung, dass man den Gewichtsunterschied wirklich deutlich spürt und der Tragekomfort dadurch maximal erhöht wird.

Alles in allem wirkt die Sony SmartWatch 3 wirklich sehr hochwertig, eben wie man es von Sony gewohnt ist. Aber dazu später mehr.

Hier die Bilder unseres Unboxings:

5 Objekt(e)

Handling:

Ein wichtiger Punkt beim Thema Handling ist für uns der Tragekomfort und die Verarbeitung. In beiden Punkten kann die SmartWatch 3 voll punkten. Besonders gefallen hat uns hier das sehr leicht und flexibel verstellbare Armband. Wie wir in Erinnerung haben, war das bei der Vorgänger-Uhr eher ein Problem, da nicht immer die richtige Größe für alle dabei war. Die SmartWatch 3 löst das sehr elegant. Hier hält ein kleiner Stift das Band unter dem Klappverschluss fest. Dies ist sehr vorteilhaft, da man auch bei einer sehr kleinen Hand das überschüssige Armband sehr gut verstecken kann.

Hier die Bilder des Klappverschluss mit verstellbarem Armband:

4 Objekt(e)

Auch beim Thema Verarbeitung kann die dritte SmartWatch von Sony voll punkten. Die Verarbeitung ist wie immer gut und fühlt sich sehr hochwertig an. Sogar das gummiartige, Plastikband mit welchem die SmartWatch erhältlich ist, fühlt sich eigentlich sehr belastbar und gut verarbeitet an. Leider schwitzt man unter dem Band etwas mehr, als unter der Metallversion. Dies ist aber wirklich Kritik auf höchster Ebene. Sonst ist die SmartWatch 3 wirklich perfekt.

Besonders merkt man unserer Meinung nach den Schlankheitsprozess, welchen die SmartWatch im Vergleich zum Vorgänger durchlaufen hat. Wie schon oben beschrieben hat die SmartWatch so einiges abgenommen. Von ursprünglich recht klobigen 122 g (SmartWatch 2) auf stolze 43 g. Hier bedankt sich sicher jeder Sportler, welcher ohnehin jedes Gramm an Gewicht sparen will.

Technische Daten der SmartWatch 3:

Die SmartWatch 3 hat wie auch schon die SmartWatch 2 einen 1,6 Zoll großen Display, welcher allerdings mit 320 x 320 Pixel deutlich höher auflöst. Im Vergleich zum Vorgänger hat Sony hier in der Länge rund 80 Pixel und in der Breite ganze 150 Pixel mehr spendiert.

Strom bezieht der Bildschirm, welcher auch, wie von den Smartphones gewohnt, der Hauptverbraucher des Akkus ist, von einem 420 mAh starken Akku, welcher lau Sony bis zu zwei Tage ohne Steckdose im Normalbetrieb halten soll.

Arbeitsspeichertechnisch hat die SmartWatch 3 ganze 512 MB RAM zu bieten. Was noch zu erwähnen ist, ist der unglaubliche Gerätespeicher von ganzen 4 GB. Da kann man wirklich alle Anwendungen nutzen, die das Herz begehrt.

Neben dieser Grundausstattung hat die Sony SmartWatch natürlich wieder NFC für den Koppelungsprozess und Bluetooth für die alltägliche Verbindung an Board. Auch ein Mikrofon sowie einen Micro USB Anschluss zum Aufladen findet man auf der SmartWatch.

Wer unsere vorigen Berichte zu Smartware-Produkten von Sony, wie das Sony Talk, gelesen hat weiß, dass wir immer den Punkt des fehlenden GPS erwähnen. Hier stellte sich immer die Frage, warum man ein Produkt als Fitnesshelfer bewirbt, aber dann kein GPS einbaut … Wie man sicher schon aus dem Kontext lesen kann, hat Sony dieses Problem mit der SmartWatch 3 behoben. So ist die Armbanduhr die erste Uhr im SmartWare Sortiment von Sony, welche GPS integriert hat.

Wenn wir schon beim Schwärmen sind, muss ich einfach noch schnell die wirklich hammermäßige Spracherkennung erwähnen, welche die Sony SmarWatch integriert hat. Hier handelt es sich um die Google Spracherkennung, welche allerdings viel besser funktioniert wie auf allen von uns getesteten Smartphones und dies zu allem Überfluss auf einer SmartWatch. Dies hat uns wirklich sehr gut gefallen.

Oberfläche und Bedienung:

Dass uns die Sony SmartWatch 3 wirklich gefallen hat, merkt man sicher in der ein oder anderen Zeile. Aber was soll man machen, wenn die Uhr einfach für uns so viele Features mitbringt. Wozu zweifelsohne auch die Oberfläche und dessen Bedienung gehören. Ich habe selten ein solch gut durchdachtes Konzept erlebt. Hier kann einen nicht mal das nur 1,6 Zoll große Display bremsen. Als wir die SmartWatch das erste Mal unter die Lupe nahmen, dachten wir uns: Wie soll man denn bitte auf einer SmartWatch eine Notiz oder geschweige denn ein Email schreiben und was soll das mit der Navigation???

Hier möchte ich einfach auf die Bilder der Menüführung, welche wir unter diesen Absatz posten, verweisen. Wirklich jeder Punkt ist menütechnisch so gelöst, dass man die Funktion leicht auf dem kleinen Display der Uhr nutzen kann. Um ein Beispiel zu nennen fällt uns als Erstes das Schreiben einer Notiz auf Google Keep ein. Hierzu gibt es im Menü einen Punkt „Notiz schreiben“. Beim Klick auf das Icon öffnet sich die Google Spracherkennung. Wie schon oben beschrieben kann man jetzt all seinen Senf, der so unglaublich wichtig ist, loswerden und die Uhr schreibt dann die Notiz.

Sehr fein ist in Verbindung mit Google Keep auch die Funktion, dass man auch Notizen, die einmal geschrieben wurden, ansehen kann. Auch Bilder zu den Notizen stellt die Uhr problemlos dar.

Goolge Keep auf der SmartWatch 3

Goolge Keep auf der SmartWatch 3

Als Weiteres ist es sehr fein, dass Nachrichten von Messenger wie WhatsApp angezeigt werden. Das alleine ist ja nichts Besonderes, den ganzen vorigen Verlauf einer Konversation darzustellen ist allerdings was Besonderes.

WhatsApp auf der Sony SmartWatch 3

WhatsApp auf der Sony SmartWatch 3

Kurz noch einige Worte zum Touchscreeen:

Das transflektive 1,6-Zoll-Display, wie es Sony nennt, sorgt für ein sehr feines Bediengefühl. Der Touchscreen ist wirklich sehr leicht zu bedienen. Hier muss man endlich nichtmehr drauf einhacken, damit was geht … Einfaches streichen, marginal stärker als beim Smartphone und schon reagiert die SmartWatch.

Der HomeScreen bietet darüber hinaus eine sehr feine Funktion namens „Theatre mode“ oder zu Deutsch Kino Modus. Wenn also der Kinomodus aktiviert ist, wird der Bildschirm der SmartWatch, wie auch beim Smartphone nach 10 Sekunden dunkel. Allerdings erkennt die Uhr anhand des Bewegungsmusters, dass man eben auf die Uhr blickt und schaltet das Display ein. Klar ist natürlich, dass wenn die Uhr jede paar Millisekunden die Sensoren nach einer Neigungsveränderung absucht, dies auch mehr Akku braucht.

Akku:

Zum Akku gibt’s hier ausnahmsweise mal nicht so viel zu sagen. Wie schon oben erwähnt, ist der Akku 420 mAh stark und hält laut Sony ganze zwei Tage. Diese Aussage konnten wir in unserem Test auch verifizieren. Der Akku hielt bei uns rund 50 Stunden. Dann muss aber schnell wieder eine Steckdose gesucht werden.

Hier die Screenshots des Akkus:

Akkuleistung der Sony SmartWatch 3

Akkuleistung der Sony SmartWatch 3

Fazit:

Alles in allem ist die neue SmartWatch 3 aus dem Hause Sony wirklich eine Wucht. Das Design hat sich von einem eher klobigen und unpraktischen Begleiter zu einer wirklich nützlichen und eleganten SmartWatch entwickelt. Von uns gibt’s da nicht viel Kritik. Zum Abschluss können wir die Uhr nur auf den Wunschzettel schreiben und hoffen, dass der Sony-Hase sie uns irgendwann mal im Garten versteckt.

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