Nokia Lumia 1320 Phablet im Langzeittest

Nokia Lumia 1320 Phablet im Langzeittest

25. November 2014 0 Von Lassito
Geschätzte Lesezeit: 19 minutes

Groß, halbwegs billig und bei uns im Langzeittest. Ja das ist es das Nokia Lumia 1320. Nicht nur ein Windows Phone sondern auch ein Smartphone mit 6 Zoll Display. Aufgrund der Größe nicht gerade die erste Wahl aber deshalb umso besser geeignet für einen Langzeittest. Menschen sind Versuchstiere die immer wieder an ihre Grenzen gehen wollen. Wir eben mit dem Nokia Lumia 1320.

Wie ich mit dem Umstieg von einem Android Smartphone, HTC One M7 auf das Windows Phone, Nokia 1320, zurecht gekommen bin werden ich in den nächsten 3 Monaten ein wenig skizzieren.

EINLEITUNG:

Der Smartphone Markt ist hart umkämpft sodass es im Grunde nur 3 große Betriebssysteme geschafft haben zu überleben. Neben iOS und Android gibt es noch den dritten Player, Windows Phone. Mit einer Verbreitung von zirka 10% in Europa ist Windows Phone nicht so sehr beliebt wie die anderen beiden Kontrahenten. Einzig die Italiener/innen greifen mehr zum Windows Phone.

Auch der ehemalige Weltmarktführer, Nokia, jetzt Microsoft, blieb dem Betriebssystem treu. Die Finnen haben erkannt welches Potential hinter diesem Betriebssystem steckt und dass es wenn auch nur wenige sind, einige gibt die kein iOS oder Android wollen.

So bin auch ich immer wieder hin und her gerissen. Groß geworden mit Android zieht es mich immer wieder zu Windows Phone. Ich hatte auch schon zwei, HTC 8s und 8x. Beide Geräte hatten was vorzuweisen und überzeugten mich schon damals.

Der Vorteil von Nokia war man hat sich auch den Apps gewidmet.

Neben dem sehr tollen Navi, Here Maps, hat man an Kamera-Apps gearbeitet oder jede menge andere Apps kreiert. So wurde aus Windows Phone inzwischen die Version 8.1 die nicht nur einiges besser wurde sondern mit welchem der Durchbruch durchaus gelingen könnte.

Ob ich davon überzeugt werden konnte wollte ich in diesem Langzeittest mit einem Smartphone testen welches nicht in der ersten Liga spielt, nicht einem normalen Smartphone entspricht und gerne Phablet genannt wird.  

Dieses Phablet, Nokia Lumia 1320,  ist zwar nicht so leistungsstark weiß aber mit einem 6 Zoll Display anders zu begeistern.

 

EINRICHTUNG:

Ich habe es ja schon erwähnt. Ich war zwar schon mal WP User nutze aber vorwiegend Android. Android enthält jede Annehmlichkeit die man sich wünscht. Für jeden Wunsch gibt´s ein App, für jede Frage eine Lösung. Vom Grunde her voll ausgereift kann Android alles was man können muss.

Schweres Los also für Windows Phone. Kann ich damit gleich arbeiten wie mit Android? Hoffentlich schon mein Gedanke.

So nahm ich das Nokia Lumia 1320 aus seiner Verpackung. Nokia typisch gibt´s an der Verpackung nichts außergewöhnliches zu entdecken.

So der Griff in die Verpackung und raus mit dem riesen Ding. Wow das ist mega groß. Sogar das HTC One Max ist klein dagegen.

Das schaff ich nicht 3 Monate lang. Wo soll ich das Ding den einstecken? Das bricht mir ja beim Bücken, #bentgate. Da lacht mich jeder aus beim Telefonieren! Was soll´s ich bin ja Blogger uns muss das tun.

Nein Scherz beiseite, ich habe mich richtig darauf gefreut wieder mal in eine neue Situation zu kommen.

Das erste Kennenlernen war somit abgeschlossen. Jetzt ging es an die Einrichtung.

Ich habe ja ein altes Google Konto und kann deshalb so noch gut mit Windows Phone syncen. Deshalb schnell in die Einstellungen unter” E-Mail-Konten + andere” hinein und alle meine Konten eingegeben. Wenig später, zirka 10 Minuten, waren alle meine Kontakte sowie Termine gesynct und ich konnte loslegen.

Es gibt aber auch einen anderen Weg. Man steigt über sein Google Konto in seine Kontakte ein, exportiert seine Kontakte als .csv Datei und importiert diese in sein altes oder neu angelegtes Live Konto.

Ich mache es lieber auf die erste Weise. Geht schneller und weniger umständlicher.

Hhhhhhhmmmmmm, was nun? Apps, genau. Die braucht man auch. Nichts wie ab in den Windows Phone Store. Auch hier gliedert sich alles übersichtlich z.b. Top kostenlos, Top bezahlt, Empfehlungen usw.

abgenommene Rückseite - Nokia Lumina 1320

abgenommene Rückseite – Nokia Lumina 1320

Natürlich wusste ich ja was ich will. Meine Messaging Dienste wie WhatsApp, Messenger, Hike, die Social Media Streams, Facebook und Twitter und schon war ich neben den Kontakten mit der Außenwelt verbunden.

Wie man sieht auch mit Windows Phone ohne weiteres möglich. Es kann auch telefonieren das Nokia. Als Info das 1320 nutzt eine microSIM und hat einen microSD Steckplatz.

Dafür muss man die, bei mir orange Rückseite abnehmen. Geht nicht schwer runter. Unter der Abdeckung lässt sich nicht viel finden. Sogar der Akku ist fix verbaut.

Mir aber egal tun eh alle und mit 3400mAh wird der schon eine halbe Ewigkeit halten, oder?

Ich begebe mich wieder auf kennenlernen Tour. Schnell durch die Einstellungen gewischt finde ich das Here App von Nokia. Nokias eigener Navi Dienst der vollkommen gratis ist wenn man ein Nokia sein eigen nennt. Natürlich kam ich nicht dran vorbei und installierte mir die Österreich-Karte. Weitere Nokia Apps, Lumia Creativ Studio, Lumia Hilfe + Tipps, Mix Radio wurden vorgefunden und angetestet.

 

Erster Eindruck macht Spaß.

 

HANDLING:

Wie schon gesagt ist das Nokia Lumia 1320 kein kleines Smartphone, es ist ein so genanntes Phablet. Mit einem 6 Zoll Display misst das Nokia 164,2 x 85,9 x 9,8mm. Es ist somit sogar größer wie der große Bruder, das Nokia 1520. Bei einem Gewicht von 220 Gramm mache ich gleichzeitig ein Training für meine Muskulatur. Im Gegensatz zum gewohnten HTC One M7 ist das Nokia 1320 ein schwerer Brügel.

Verpackung - Nokia Lumina 1320

Verpackung – Nokia Lumina 1320

Grundsätzlich sei gesagt das Nokia 1320 besteht aus Polycarbonat und ist eine Monoblock. Das gute Ding ist somit aus einem Stück und nur die Rückseite lässt sich abnehmen um microSIM und microSD einzulegen. Bruchtests erspare ich mir obwohl sie derzeit in aller Munde sind, #bentgate.

Rückseite mit SIM und microSD Einschub - Nokia Lumina 1320

Rückseite mit SIM und microSD Einschub – Nokia Lumina 1320

Einhandbedienung, immer wieder eine gute Frage. Möglich oder nicht. Diese Frage muss ich eindeutig mit nein beantworten. Ich denke ich habe eine normal große Handfläche und kann das Nokia 1320 nicht bedienen ohne die zweite Hand zur Hilfe zu nehmen. Auch egal, weiß ich ja wenn ich mir so ein Teil kaufe. Schade finde ich, dass man bei  Windows Phone noch keine Option bietet um eine einhändige Bedienung zu ermöglichen wie bei Samsung.

Wer sich vielleicht schon von Anfang an die Frage stellt wie das Phablet überhaupt in der Hand liegt dem sei gesagt, gleich gut wie ein HTC One M7. Das Nokia ist fantastisch ausbalanciert, die Rückseite sehr griffig auch wenn sie sehr glatt aussieht. Einzig die Powertaste auf der rechten Seite, die ziemlich in der Mitte der Seite liegt stört beim Angreifen da man diese oft versehentlich drückt beim Halten. Ansonsten ist die Idee alle Buttons, Laut-Leise und den Kamerabutton sowie den Powerbutton auf eine Seite zu legen, gut.  Kein Nachdenken wo was umgeht.  

Unterseite mit microUSB Anschluss - Nokia Lumina 1320

Unterseite mit microUSB Anschluss – Nokia Lumina 1320

Wer viel Musik mit seinem Smartphone hört und dafür noch kabelgebundene Kopfhörer verwendet wird sich freuen denn der 3,5 mm Klinkenanschluss liegt auf der Oberseite des Phablet. Die Hosentasche wird deshalb nicht zum Wendeplatz dieses Riesendings.

3,5mm Klinkenanschluss - Nokia Lumina 1320

3,5mm Klinkenanschluss – Nokia Lumina 1320

Weniger erfreulich für Fotografen ist die 5MP Kamera auf der Rückseite. Sie wird zwar von einer LED unterstützt kann aber nicht wirklich überzeugen. Schnappschüsse für zwischendurch, ok, mehr aber nicht. Bei Nacht fotografieren, von dem reden wir gar nicht. Schade wie ich bis jetzt leider feststellen musste. Andererseits kommt meine Samsung NX Mini dafür mehr zum Zug.

Kamera mit 5MP und LED Blitz - Nokia Lumina 1320

Kamera mit 5MP und LED Blitz – Nokia Lumina 1320

Zu guter Letzt braucht´s noch einen microUSB Anschluss auf der Unterseite zum Laden und verbinden mit PC´s oder anderen Gerätschaften.

Mehr zu erkunden gibt´s nicht. Oder doch, ja der kleine Lautsprecherschlitz auf der Rückseite im unteren Bereich. Dieser macht richtig Wind und ist ordentlich laut. Mehr dazu aber später.

 

ALLTAG:

In diesem Test der wesentlichste Teil. Wie schafft man es mit so einem Phablet durch den Alltag. Kann ich das große Ding überall hin mitnehmen oder nicht. Wir Männer haben keine Handtaschen mit sieben Stockwerken wie unsere Frauen, nein wir haben Hosentaschen die manchen (Skater) teilweise gleich groß sind wie Handtaschen.

Ich aber trage normale Jeans und Stoffhosen. Wie bewerkstellige ich das Dilemma?

Es geht muss ich sagen. In einer normalen Jean findet das Nokia 1320 gerade noch Platz. An ein Bücken zum Schuhbänder binden ist nicht zu denken. Das geht nicht mehr. Also raus mit dem Phablet, Schuhe binden, wieder rein in die Hosentasche und los geht´s in die Arbeit.

Ihr könnt mir glauben der erste Kontakt meiner Arbeitskollegen mit mir und dem Nokia war eigenartig. Sie meinten ich käme vom Mars. Viele staunten, hatten so was noch nie in der Hand.

Ich aber nahm es locker und nutze zahlreiche Vorteile des 1320.

So freute ich mich am meisten über den 6 Zoll Display mit 720p Auflösung. Zugegeben sieht man die Auflösung die doch vielleicht zu gering ist aber seien wir uns ehrlich, wir haben auf einem 55 Zoll Fernseher auch nur 1920 x 1080 Pixel also wesentlich weniger als auf dem Nokia 1320.

Man gewöhnt sich schnell an das sehr helle und farbstabile Display. Ein spezieller Sonnenmodus lässt das Nokia auch bei sehr starker Einstrahlung wunderbar ablesen. Das erste Smartphone in meiner Hand welches auch bei Sonnenschein verwendbar ist. Bravo Nokia, bravo Displayhersteller. Auch ein Pluspunkt ist der Glance Screen, Einstellungen Blick. Dieser gibt wichtige Daten meines Smartphones wieder und verbraucht dabei wenig Strom. Dieses Feature fehlt dem Flaggschiff 930 leider.

An meinen ersten Tagen mit dem Windows Phone hieß es immer wieder suchen. Manche Aufgaben stellten mich vor Rätsel die ich aber alle lösen konnte. Wenn es um Apps geht dann lassen sich, auch wenn es Third Party Apps sind, alle finden. Leider und einziger App Kritikpunkt ist das Fehlen von Google Apps sowie die App meines Streamingdienstes Juke. Diese muss man sich im Alltag alle über den Internet Explorer organisieren was teilweise mühsamer ist als mit Apps. Google Drive jedoch konnte ich über Fremdhersteller finden. Hangout, leider Fehlanzeige. Deshalb der Griff zum Messenger bei dem sich übrigens mehrere Gruppen mit denselben Leuten einrichten lassen. Geht bei WhatsApp und Hagout leider nicht.

Word-Dokumente, Excel Tabellen bewerkstellige ich im Alltag mit dem installierten, kostenlosen Office App das intuitiv bedienbar ist. Läuft rund und ohne Probleme. Seit kurzem wurde ja bekannt dass sogar Dropbox nun mit Microsoft zusammen arbeitet und beide Systeme miteinander verbindet.

Ganz vergessen der Startbildschirm. Wer Windows 8 kennt oder alte Windows Phones kennt die Kacheln schon. Bei Windows Phone 8.1, dreht sich alles um die Kachel. Einziger Vorteil, bei WP 8.1, können auf größeren Displays mehrere Reihen, 6 kleine Kacheln, nebeneinander abgelegt werden. Somit hat alles wichtige Platz auf dem Homescreen. Auch Hintergrundbilder können nun selbst eingestellt werden. Überdies können die Kacheln durchsichtig dargestellt werden und der Hintergrund kommt gut zum Vorschein. Am Sperrbildschirm das Gleiche.

So nun aber vorerst genug gesprochen und geschrieben. Mein Test zieht sich nun noch 2 Monate hin und ich werde euch immer wieder ein kleines Fazit meines Tests wiederbringen.

 

Was auch kommen wird sind gelegentliche App Tipps. Man muss ja schließlich am Laufenden bleiben.

 

So hoffe ich ihr bleibt am Ball und lest mit in meiner Langzeittest-Reihe.

 

Also bis bald.

 

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